Die Rosensammlung von dr. Kovács Miklós
Geographischer Ort: 3531 Miskolc, Kõporos u. 34
Grundfläche: 2000 m2
Erreichbarkeit: Straßenbahn Linie 1, 2 (Haltestelle Thököly utca) und mit Bus Linie 1 und 1/A (Haltestelle Aba utca)
Die Grundlage für die Schaffung einer Rosensammlung konzentrierte sich im Jahre 1958 hauptsächlich auf Europa, aber es wurden auch solche Städte wie Taschkent, Samarkand, Buchara, Hiva, Tbilisi und Eriwan mit einbezogen. Im Rosengarten blühen etwa 1.500 Arten und über 2000 Rosenstöcke. Dieser Garten wurde mit der Begründung unter Naturschutz gestellt, dass die Rosensammlung ein attraktiver Fleck in der Stadt ist. Sein Bestehen ist für die wissenschaftliche Arbeit und als Touristenmagnet notwendig. Das Rosarium bildet eine wertvolle Pflanzengruppe, die eine Erfahrungsgrundlage für die Vermehrung trockenheitsbeständigen Arten bei den örtlichen Boden- und Klimaverhältnisse darstellt und zugleich auch eine Genbank ist. In der Hauptblütezeit (Juni - Anfang Juli) ist die Rosensammlung jederzeit zu besichtigen, zu anderen Zeitpunkten ist eine Voranmeldung notwendig (Telefon: 46/342-852).
Für seine Tätigkeit erhielt Dr. Kovács Miklós im Jahre 1999 den Niveaupreis der Stadt Miskolc.

Foto: Ottó Bojtár
Parkanlage Miskolctapolca
Geographischer Ort: Innengebiet von Miskolctapolca
Grundfläche: 6 Hektar
Erreichbarkeit: Bus Linie 2 (Endstation Tapolca)
Ziel des Schutzes ist die Bewahrung des an einheimischen und exotischen Pflanzenarten reichen, arboretumsähnlichen Gebietes. Der Park soll dem Touristenverkehr und einer sinnvollen Freizeitgestaltung dienen. Aus dem Parkwald der Abtei aus der Zeit der Arpaden entwickelte sich das Parkgebiet und seine Seen zu einer der Perlen des Erholungsgebietes, das die Stadt Miskolc 1937 kaufte und stark ausbaute. Im Parkgebiet ist eine jahrhundertealte - aus dendrologischer Sicht - an seltenen Arten reiche Flora zu finden, die durch die in den Jahrzehnten ansässig gewordene Tierwelt (insbesondere Vögel) noch attraktiver erscheint. Hervorzuheben ist hier der Bootssee, an dem der Erlenbiotop mit Quellsumpf und die diese säumenden alten Stieleichen erhalten geblieben sind.
Die hier ansässigen Pflanzenarten wurden im Jahre 1999 ausgeschildert, der Besucher kann auch auf diese Weise seine naturwissenschaftlichen Kenntnisse vertiefen.

Foto: Zsuzsanna F. Nagy
Haseinussbäume in der Vár utca
Geographischer Ort: Miskolc, Diósgyõr, Vár u. 18
Erreichbarkeit: Busse der Linie 1, 1/A, 101 und 101/B (Haltestelle Diósgyõr) bzw. Straßenbahn Linie 1 (Endstation Diósgyör)
Das Ziel des Schutzes war das Fortbestehen der zwei historisch berühmten Bäume zu sichern, die aus den Wurzeln eines 600jährigen Baumstammes sprossen. Aus den Wurzeln des Baumes, der früher den Namen Gesetzbaum trug, wuchsen vermutlich mehrmals neue Bäume. Ehemals wurden nämlich unter der Blätterkrone dieser Bäume Urteile gefällt und vollzogen. Der im Jahre 1935 gefällte, völlig ausgetrocknete Baum hatte eine Größe von 25,5 m einen Stammumfang von 274 cm und einen Durchmesser von 86 cm.
Nach der Legende hatte sich ein Hofjunker in die Prinzessin Maria, Tochter Königs Béla III. verliebt. Beim vereinbarten Stelldichein hatte der Hofjunker aber vergeblich gewartet, so legte er sich schlafen und steckte eine Haselnussrute als Kleiderhaken in den Boden hinein. Aus dieser Haselnussrute spross dann der berühmt gewordene Baum. Auch die Königin Maria, Tochter des Königs Ludwig dem Großen und Gattin des Königs Sigismund hatte den Riesenhaselnussbaum gern, unter dem sie häufig verweilte.
Die Baumart, die auf unseren öffentlichen Plätzen oft zu sehen ist, wächst auf den Bergketten der südlichen Karpaten zur unteren Donau. Mit seinem aufrechten Stamm und seiner kegelförmigen Krone ist er einer der attraktivsten Parkbäume.

Foto: László Papp
Kastanienallee in der Vár utca
Geographischer Ort: Miskolc, Diósgyõr, Vár utca
Erreichbarkeit: Busse der Linie 1, 1/A, 101 und 101/B (Haltestelle Stadtteil Diósgyõr) bzw. Straßenbahn Linie 1 (Endstation Diósgyör)
Das Ziel des Schutzes war die Bewahrung der als Schutzkuppel den Weg zu einem der bedeutenden Baudenkmäler führenden Allee. Ehemals bestand sie aus 52 hundertjährigen Kastanienbäumen, heute jedoch sind es nur noch 46 Bäume. Die Straße verschönert das Stadtbild mit ihrer Attraktivität und Ästhetik.

Foto: Zsuzsanna F. Nagy
Frauenschuh - Fundort
Geographischer Ort: Miskolctapolca in der Nähe des Campings in der Igló Straße
Grundfläche: 14 Hektar
Erreichbarkeit: Bus Linie 2 (Endstation Tapolca)
Das Ziel des Schutzes war der Schutz des Fundortes des seit 1983 streng geschützten Frauenschuhs, der eine der seltensten Pflanzen unseres Landes ist. Obwohl das Fortbestehen des Weltbestandes augenblicklich noch nicht gefährdet ist, wurde die Pflanze sowohl im Berner als auch im Washingtoner Abkommen angeführt. An unseren Fundorten ist der Frauenschuh seltener geworden und zählt in Ungarn deshalb zu den aktuell gefährdeten Arten.
Der Frauenschuh ist die einzige einheimische großblütige Orchideeart, der durch seine Blütenpracht eine unserer schönsten und attraktivsten Pflanzen ist. Der Name verweist auf die große und bauchige Lippe; auch die Bezeichnungen Amselkelch und Pantoffelkraut sind für diese Pflanze charakteristisch. Die Pflanze kommt in Ungarn ziemlich lokal in nassen Wäldern, kalkliebenden Eichenwäldchen oder in Waldlichtungen vor. Bei uns ist die Blütezeit Mitte Mai.
Als die Pflanze für geschützt erklärt wurde, existierte eine Population von 200-250 Exemplaren in Miskolctapolca in der Nähe des Campings in der Igló Straße, an einem Ort, wo sich Hagebuchen und Eichen befinden. Diese hohe Anzahl von Pflanzen ist in den heimatlichen Lebensräumen ziemlich ungewöhnlich. Heutzutage können wir leider in dem Schutzgebiet nur einige blühende Exemplare finden. Der Frauenschuh kommt jedoch auch an mehreren Orten in größerer Anzahl vor. Der Grund für die Abnahme kann auch die aus dem Schutz resultierende Ungestörtheit sein, die Orchideegewächse lieben eben „unruhige“ Lebensräume. Mit angemessener Umsicht wäre das Auslichten des Waldes im Schutzgebiet erforderlich, damit die Pflanzen mehr Licht bekommen. Der Bestand in Tapolca ist auch als Genbank zu wahren, deshalb kann man diese Pflanzen nur mit einem gleichzeitigen Schutz des Gebiets schützen.

Foto: Zoltán Demeter
KÕSZÁL (Steinfelsen)
Geographischer Ort: Bükk- Gebirge, Nordseite der Straße zwischen Miskolc und Bükszentlászló
Grundfläche: 45 Hektar
Erreichbarkeit: Bus Linie 68 (Haltestelle Mészköbánya (Steinbruch))
Das Ziel des Schutzes war der Schutz einzigartiger Wald-Lebensgemeinschaften, Felsengräser, mit Felsengras bedeckter Hänge, korrosionsgeformter Felsenformationen, die Lebensraum für zahlreiche Tier- und Gewächsarten bieten.
Die steilen Hänge des Kõszál (Steinfelsens) und Nagy-Sánc (Groß-Walles), an dem im Triaskalkstein von Répáshuta vertieften, in südwest-nordöstliche Richtung zeigenden Tatarengraben bieten einen Lebensraum für sehr abwechslungsreiche Lebensgemeinschaften. Diese Vielfältigkeit ist den gegliederten Geländeverhältnissen und dem hieraus resultierenden abwechslungsreichen Mikroklima zu verdanken. Dies fördert das Nebeneinanderleben von Arten mit unterschiedlichsten Ansprüchen und verleiht dem Gebiet einen Reliktbewahrungs-Charakter. Das Gebiet ist deshalb sehr reich an einheimischen und sonstigen geschützten Gewächsarten; es fungiert als wichtigstes Reliktbewahrungsgebiet des östlichen Bükks.
An den steilsten Felsenhängen wächst Felsengras mit Elfengras und etwas Wiesenschwingel. Die namensverleihende Art in der Lebensgemeinschaft, das im Bükk-Gebirge einheimische ungarische Elfengras kommt in riesigen Mengen vor. Dies ist einer der größten Bestände im Bükk- Gebirge und spielt auch als Genbank für Felsengras eine wichtige Rolle. Wertvolle Felsengrasarten sind noch die gelbe Steinrose, die weiße und gelbe Fetthenne, die Zwerg-Schwertlilie, Wiesen-Glockenblume und der ungarische Milzfarn. Aus diesen bestehen großflächige Felsengrasgemeinschaften des östlichen Bükks; ein ähnlich stark bewachsenes Gebiet befindet sich noch in der Umgebung von Lillafüred.
Die Hangsteppenwiesen sind auf verhältnismäßig kleineren Flächen vorzufinden. Auf diesen sind die wertvollen Arten wie die Schusterblume, Wiesenlöwenzahn, die Budaer und bunte Flockenblume, das Frühlings- Feuerröschen, das krautige Immergrün, die ungarische Kichererbse, Thlaspi jankae, Riesen-Kreuzblume, Anchusa crispa und die bunte Schwertlilie zu beobachten.
Zweidrittel der Südhänge ist mosaikartig von Offenlandarten und Karstgebüschen meist jedoch von Wärme liebenden Eichen bewachsen, die auf eine Xerothermvegetation hinweisen. Sehr wertvoll ist die submediterrane Vicia sparsiflora, die im nördlichen Mittelgebirge nur im Bükk und meist nur im westlichen Gebirgsteil vorkommt. Das Vorkommen hier ist inselartig, nahe liegende Flächen findet man in der Umgebung der Kecskevár (Ziegenburg) im Ostbükk. Dies beweist die reliktbewahrende Rolle der Berghänge am Tatár-árok (Tatarengraben). Daneben sind hier noch der seltene Katzenklee, der weiße Diptam, die Wiesenschwertlilie, der ungarische Gemswurz, die Helmblume, die Golderdbeere, der purpurblaue Steinsame, die Sternblume bzw. in Strauchhöhe neben den gewöhnlichen Pflanzenarten die seltener vorkommende Felsenkirsche und Berberitze zu finden.
Auf Bergkämmen in den unteren Hangteilen bzw. auf bruchsteinbedeckten Flächen unter den Felswänden wachsen Felswälder mit Linden und Erlen, wo neben den Wärme liebenden Eichenwäldchen erwähnten einigen Pflanzenarten auch die Kurzhals- Segge und der Pferde-Eppich erscheinen. Die Zonenlebensgemeinschaften mit Hagebuchen, Eichen und Buchen in den Vertiefungen zwischen den Bergkämmen bzw. an den nördlichen Hängen betonen die Mosaikstruktur der Gemeinschaften des Gebietes. Eine erwähnenswerte Pflanzenart ist hier die Turbanlilie.
Aus zoologischer Sicht können der Schlangenadler, Zippammer bzw. die Johannisechse, Smaragdeidechse und die Rabe erwähnt werden. Hier ist aber auch eine der größten Insekten unseres Landes, die große Sägeschrecke zu finden.

Foto: Zoltán Demeter