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Blütezeit der Burg Diósgyõr und Ihr Niedergang
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Chronik
  • Die vorgeschichtliche Entwicklung von Miskolc
  • Die Zeit der Völkerwanderung
  • Die Zeit der Landnahme
  • Miskolc und Diósgyõr im Mittelalter
  • Blütezeit der Burg Diósgyõr und Ihr Niedergang
  • Die Zeit Der Doppelherrschaft
  • Die Kurutzen-Zeiten
  • Miskolc im 18. Jahrhunderts
  • Miskolc im 19. Jahrhunderts
  • Miskolc in der ersten hälfte des 20. Jahrhunderts
  • Miskolc in der zweiten hälfte des 20. Jahrhunderts
  • Die Geschichte der Burg kann bis Anfang 1100 zurückverfolgt werden, 1128 gelangte sie in königlichen Besitz. Nach einigen Jahrzehnten war es der Verdienst von Ban Ernye und dann der seines Sohnes, Paladin István, dass man das Burgpalais weiterbaute, sodass es eine prächtige Außenfassade erhielt und mit funkelnder Innenausstattung versehen wurde.

    Die Burg wurde ab 1340 das Eigentum der Königinnen, das heißt die Einnahmen der Burgherrschaft dienten der jeweiligen Königin und wurden für die Deckung von Ausgaben der Hofhaltung verwendet.

    König Ludwig der Große hielt sich gern in der Burg auf. Der Ort wurde durch die Landstraße, die nach Polen führte, interessant. Von hier aus konnte der König auch mit den anderen Landesteilen Kontakt halten. Diósgyõr war um 1370, als Ludwig der Große, König von Polen wurde, oft Schauplatz für eine prachtvolle Hofhaltung, Jagden und Lustbarkeiten. Nicht nur das Bükk-Gebirge bot die Möglichkeit zur Jagd, sondern der König hat auch noch extra einen Fischteich und einen Wildpark anlegen lassen (1355). Urkunden belegen, dass er zwischen 1363 – 1382 häufig den Palast besuchte, der mit phantastischem Prunk ausgebaut und eingerichtet worden war.

    Nach dem Tod von Ludwig dem Großen machte erstmals König Sigismund (1387–1437) seiner Gemahlin Borbála Cillei die Burg Diósgyõr zum Hochzeitsgeschenk. König Albert von Habsburg (1437–1439) schenkte sie Königin Elisabeth, König Matthias (1458–1490) gab sie aber zuerst an Katalin Podjebrád und dann seiner zweiten Gemahlin, Beatrix Aragóniai. König Ladislaus II. (1490–1515) machte die Burg ebenfalls seiner Gemahlin Anna zum Geschenk. Maria von Habsburg, die Gemahlin von Ludwig II. (1516–1526), war die letzte ungarische Königin, die hinter diesen Burgmauern lebte. Ab 1526 hat der königliche Besitzer die Burg nicht mehr besucht und sich dort nicht mehr aufgehalten.

    Das mittelalterliche Miskolc, das zu den Ländereien von Diósgyõr gehörte, spielte ab dem 15. Jahrhundert eine regionale Rolle zwischen Hoch- und Tiefland. Zwei gotische Kirchen, die breite Straße mit dem Namen Markt, die Mühlen, die am Szinva- Bach errichtet wurden, Steinhäuser, Werkstätten der Gewerbetreibenden und die Schule machten sie zu einer blühenden mittelalterlichen Landstadt. Es hat sich zwar kein Mönchsorden direkt in der Stadt niedergelassen, aber in der Nähe standen im Mittelalter sogar mehrere Klöster: So die zwei Pauliner- Ordenshäuser (im Bükk-Gebirge und in der Nähe der Burg Diósgyõr) sowie das Benediktinerkloster in Tapolca, das in der Zeit der Arpaden gegründet wurde.

    Miskolc - die Siedlung, in der Ackerbau und Weinanbau betrieben wurde, begann im 15. Jahrhundert zu einer Stadt der Handwerker heranzuwachsen. 1508 haben als erste die Fleischer das Zunftrecht erhalten, aber bald darauf die Schuhmacher (1521) und danach folgten die Schneider (1531). Als bedeutender Gewerbezweig zählten die Wassermühlen, die am Fluss Sajó, am Hejõ- und am Szinva-Bach aufgestellt worden waren. Die Meister des Mühlengewerbes haben aber keine Gilde gegründet, da die Mühlen nicht ihr Eigentum darstellten. Das Gewerbe trennte sich allmählich von der Landwirtschaft und die Bedeutung des sich schnell kräftigenden Bürgertums wird dadurch bezeugt, dass die Mehrheit des Miskolcer Magistrates (Rates) im 16. Jahrhundert von den Handwerkern und Gewerbetreibenden gestellt wurde. Ende des 15. Jahrhunderts, Anfang des 16. Jahrhunderts hatte Miskolc mehr als sechsunddreißig Freibriefe.

    Die am Ende des Mittelalters blühende Landstadt durchlebte ab Mitte des 16. Jahrhunderts die schwersten Jahrzehnte. Die Truppen des türkischen Sultans, des Habsburger Kaisers und der siebenbürgischen Fürsten haben genau solche Verwüstungen angerichtet, wie Seuchen oder Naturkatastrophen (Brände, Hochwasser).