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Die vorgeschichtliche Entwicklung von Miskolc

Es gibt nur wenige Siedlungen in Europa, deren Geschichte so weit zurückreicht, wie die von Miskolc.

In der Innenstadt wurden Funde gemacht (die sog. Faustkeile vom Bársony-Haus), mit denen erstmals die Existenz des Urzeit-Menschen in Ungarn bewiesen wurde. Im Sommer 1891 stieß man, bei der Fundamentierung eines Wohnhauses, auf drei typische Feuerstein-Werkzeuge. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts hat der große ungarische Polyhistor Ottó Herman, in diesen Steinen die Arbeitsmittel des Eiszeitmenschen erkannt und identifiziert. Dank der 60 bis 70.000 Jahre alten Funde begann man in Miskolc und in der Stadtumgebung, mit der Forschung nach der Steinzeit, die den größten Teil der vorgeschichtlichen ausmacht. Die prächtig bearbeiteten Speerspitzen aus Feuersteinen (in Form eines Lorbeerblattes) und Knochen des Höhlenbären stellen das Fundmaterial dar, das heute unter dem Namen „Szeleta- Kultur“ erwähnt wird.

Im Zentrum der Stadt (Mindszent tér – Allerheiligen-Platz) wurde eine Stätte zur Herstellung von Werkzeugen, auf dem Avas- Berg aber wurden Reste von Feuersteingruben (Flintstein) erschlossen. Aufgrund dieser kann angenommen werden, dass sich das tatsächliche Siedlungszentrum dieser Kultur auf dem Gelände von Miskolc befunden haben kann, der Avas- Berg aber war Feuerstein- Beschaffungsstelle für Volksgruppen, die in der Umgebung (in der Bükk- Gebirge-Gegend) lebten. In der Neusteinzeit (5500–2300 v. Chr.) waren Miskolc und Umgebung fortlaufend bewohnt. Vom Leben der damaligen Siedler zeugen Gefäße mit unterschiedlicher Verzierung, schöner Form und dünner Wand. Diese Keramiken kennt die Altertumswissenschaft als „Bükk- Keramik“, die mit Streifen oder Linien verziert ist. Die Kupfer- und Bronzezeit (2300–1200 v. Chr.) hat für die Waffen- und Hausgerät-Herstellung der Menschen, die in der Bükk-Kultur lebten, kaum Veränderung gebracht. Da Zinn oder Antimon, das für die Legierung von Kupfer zu Bronze gebraucht wird, kaum in dieser Gegend zu finden sind, haben die Menschen weiter Feuersteingeräte bzw. Obsidian verwendet. Die Miskolcer Gegend war auch in der Bronzezeit dicht besiedelt.