Innenstadt
Gebäude, Kirchen und öffentliche Gebäude, die zu Baudenkmälern erklärt wurden, stellen die architektonische Kultur dieser Stadt dar. Sie befinden sich fast ausschließlich in der Innenstadt, die auch insgesamt unter Denkmalschutz gestellt wurde. Der Standtort von Gebäuden spielt eine bestimmende Rolle im Straßenbild, so strahlt der Erzsébet tér (Elisabeth-Platz) eine besondere Stimmung aus. Dieser mittelalterliche Marktplatz war der erste Platz in der Stadt, der als ein öffentlicher Platz bestimmt wurde und dem man zum Ende des 19. Jahrhunderts seine heutige Gestalt verliehen hat.
Die Stimmung der Innenstadt wurde über Jahrhunderte vom Szinva patak (Szinva-Bach) bestimmt, der die Stadt von West nach Ost, in vollständiger Länge durchfließt. Auf Ansichtskarten, die Anfang des 20. Jahrhunderts erschienen, hat man die Innenstadt-Abschnitte des Szinva- Baches als „Venedig von Miskolc" bezeichnet. Als Bestandteil der Änderungen des städtischen Erscheinungsbildes im 21. Jahrhundert, wurden das Bachbett, sein Ufer und seine Umgebung, zu einer stimmungsvollen Promenade umgestaltet, die mit Statuen verschönt wurde. In der historischen Altstadt befinden sich unter anderem das erste Steintheater des Landes - das Nationaltheater Miskolc, das einzige Schauspielermuseum der Provinz, das Ungarische Orthodoxe Kirchenmuseum, welches unvergleichliche Kirchenschätze beherbergt und die größte und schönste Ikonosthase, die sich in der Kirche daneben befindet, die Miskolcer Galerie im ältesten Gebäude der Stadt sowie mehrere Dutzend Kirchen und Baudenkmäler.
Auf dem Berg Avas in der Innenstadt befinden sich mehrere Sehenswürdigkeiten: die reformierte Kirche in gotischem Stil und ihr Glockenturm. Es gibt neben der Kirche einen Friedhof, der auch ein Denkmal ist. Hier ruhen berühmte Bürger von Miskolc. Der Avaser Aussichtsturm und die stimmungsvollen Weinkeller wurden Symbole der Stadt.

Lillafüred
In den 20er Jahren wurde die Idee geboren, in Lillafüred ein repräsentatives Regierungserholungsheim zu errichten. Das Palasthotel wurde 1930 eröffnet und es wurde sofort zum beliebten Aufenthaltsort der oberen Zehntausend. Schon damals wurden hier mehrere Veranstaltungen, Kongresse und internationale Tenniswettkämpfe von Rang sowie die Anna-Bälle veranstaltet. Zur bekanntesten Veranstaltung wurde die Dichter-Woche von 1933, denn Attila József, der daran teilnahm, schrieb hier sein unsterbliches Gedicht - die Ode. Das im neuen Glanz erscheinende Drei-Sterne-Hotel befindet sich in wunderschöner Umgebung und erwartet seine in- und ausländischen Gäste nicht nur mit einer Küche, die auch in weiter Ferne bekannt ist, sondern auch mit ausgezeichneten Wellness- Dienstleistungen.
Es lohnt sich nicht nur wegen des Hotels, Lillafüred einen Besuch abzustatten. Im Rahmen eines kleinen Ausflugs kann man das Hütten- Erbe der Familie Fazola kennen lernen. Außerdem kann man nach Hámor, zum Paradies der Höhlen- und Felskletterer gehen und den sog. „Großen Wasserfall" neben dem Palasthotel besuchen. Dieser ist der größte Wasserfall Ungarns. Vom Fenster des Hotels hat man auf den Hámori-tó (Hammer-See) einen besonders schönen Ausblick. Er wurde Anfang des Jahrhunderts gestaut, indem man das Tal verschloss, um damit die Wasserkraft zu sichern, die für den Antrieb der Eisenhämmer in Felsõ-hámor (Oberer Hammer) erforderlich war. Einen in Ungarn einzigartigen Anblick bieten auch die mehrstöckigen Hängegärten des Palasthotels, wo sich Statuen und Gedenktafeln befinden - darunter auch das Denkmal von Attila József, in ganzer Gestalt.
In Lillafüred kann man zwei Höhlen besuchen ausser der Szeleta-Höhle, die schon für die Urmenschen als ein Wohnort funktionierte. Die St. István -Tropfsteinhöhle ist berühmt von ihrer reichen Formwelt und einem Raum, wo Terapie für die Lungenkranken geleistet wird. Die Anna- Kalktuffsteinhöhle ist die eine von den drei auf der Welt.
Ein einzigartiges Erlebnis ist auch die Fahrt mit der Wald-Kleinbahn, die einst bei der Forstarbeit half und auch die Arbeiter beförderte; mit ihr fahren heute nur noch Touristen. Auf der Strecke dieser Schmalspurbahn befinden sich die erste Forellenzucht des Landes, die Urhütte in Újmassa und der höchste Viadukt des Landes. In der Forellenzucht werden nicht nur fachliche Forschungen und genetische Untersuchungen durchgeführt, die Forellen findet man auch auf der Speisekarte der sich hier befindlichen Restaurants, wobei das ganze Tal danach duftet, wenn sie zubereitet werden, denn diese sind mit Buchenholz geräuchert.
In der Nähe von Lillafüred finden die Touristen ein Skiparadies. Bánkút erwartet die Sportfreunde mit beleuchteten Skipisten. Bükkszentkereszt, wo auch Skipisten und Schlittenbahnen funktionieren, ist bekannt von der kristallklaren Luft.

Diósgyõr
In Miskolc befindet sich die einzige Königinnen-Burg Ungarns, sie war im Mittelalter das Hochzeitsgeschenk der ungarischen Königinnen. Diese Burg erlebte im 14. - 15. Jahrhundert ihre Blütezeit, als sie Lieblingsaufenthaltsort vom ungarischen Königs Ludwig dem Großen wurde.
Die Burg mit den charakteristischen vier Türmen erwartet die Besucher mit dem in ganzem Jahr geöffneten Historischen Panoptikum, das die meisten Figuren in Mitteleuropa hat. In der Sommerzeit werden hier verschiedene Festivals und Konzerte veranstaltet.
Die Burg war damals prunkvoll ausgestattet. Im Miskolcer Wildpark, der auf dem Gebiet des früheren königlichen Wildparks angelegt wurde, kann man außer den Vertretern der hiesigen Tierwelt auch zahlreiche besondere Tierrassen sehen. Auf dem mehr als 20 Hektar großen Gelände beläuft sich der Tierbestand auf insgesamt mehr als fünfhundert Tiere, dabei werden von den einhundert Tierrassen mehrere Exemplare in natürlicher Umgebung gehalten. Der Skulpturenpark ist beachtenswert, hier wurde erstmals auf der Welt Gerald Durrell ein Denkmal errichtet.

Miskolctapolca
Das Höhlenbad von Miskolctapolca ist ein Weltwunder. In den natürlichen Höhlengängen sprudelt 30 oC warmes Quellwasser, dessen Heilwirkung seit dem 16. Jahrhundert bekannt ist. In dem erschlossenen Höhlensystem können sich die Badegäste von Erlebnisbad „verzaubern" lassen. Man kann auch Heil- und Wellness-Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Im Tal befindet sich ein wunderbarer Park; die Quellen mit kaltem und warmem Wasser erzeugen hier ein besonderes Klima. Der Dampf und besondere „Nebel" des Wassers hat über Jahrhunderte eine unvergleichlich reiche Pflanzenwelt geschaffen und am Leben erhalten. Wer hierher kommt, kann geradezu einen Urpark, mit all seinen Schönheiten erleben.
Für die Gäste ist es ein besonderes Erlebnis die Felsenkapelle zu entdecken, die in die Erde gegraben ist. Die familiären Gasthäuser von Miskolctapolca erwarten die Besucher, die sich erholen möchten.
